Schule des Bewusstseins

DOKUMENTATION zu Buch und E-Book


  Die Dokumentation dieses Buches
ist gegliedert nach folgendem
HAUPTMENÜ:
1. Überblick
2. Inhalt
3. Leseprobe / Bestellung
4. Besonderheiten
5. Resonanzen
6. Diskussion
7. Korrigenda
Verlag BoD (Books on Demand), Norderstedt
Bestelldaten
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1. Überblick: "Schule des Bewusstseins"

1.1 Präsentation1.2 Leitgedanken1.3 tv-Interview1.4 Drucksachen

In den ersten 4 Minuten des YouTube Video-Clips stellt der Autor die Intentionen des Buches "Schule des Bewusstseins" vor und liest danach den Abschnitt "Begriff der Erziehung" aus dem Kapitel "Erziehung reflektieren" vor.

Der Aufruf kann durch Anklicken des Bildes oder des nachfolgenden Links erfolgen: https://youtu.be/EN8ZMoy5DeM.

Die beiden folgenden Abschnitte desselben Kapitels „Ein Kriterium guter Erziehung“ und Erziehung als bewusstseinsbildender Prozess werden in weiteren Video-Clips vorgetragen.; vgl. dazu Tabelle "YouTube" unter Abschnitt 2.10.

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1.1 Präsentation1.2 Leitgedanken 1.3 tv-Interview1.4 Drucksachen

Erziehung empfinden viele Erzieher und Schulen als schwierig und suchen nach Unterstützung. Dieses Buch gibt sie: Es zeigt an konkreten Beispielen auf, wie Persönlichkeitsentwicklung als Bewusstseinsbildung einfach und überzeugend erlernt und erfolgreich praktiziert werden kann - ohne kostenintensive externe Hilfen.

Als pädagogisches Lesebuch ist es ein unterhaltsamer, erprobter und effektiver Ratgeber für den Umgang mit sich selbst, mit einander und mit der Umwelt. Es zeigt an vielen Beispielsituationen konkret auf, wie Erzieher als 'Entwicklungshelfer' Heranwachsende durch symmetrische Kommunikation zu ethischem und folgenbewusstem Verhalten sowie zum verantwortungsbewussten Gebrauch von Freiheit hinführen.

Das Buch beruht auf Erfahrungen eines ganzen Berufslebens, psychologischen Kenntnissen und Einfallsreichtum des Autors, der sagt: 'Daran habe ich mein ganzes bisheriges Leben gearbeitet'.

Dieses Buches unternimmt es, Erziehung als das bewusst zu machen, was sie im Kern schon immer war und ist, nämlich Entwicklung des Bewusstseins der Heranwachsenden. Diese Sichtweise zu praktizieren, erfordert kein Geld, sondern nur Übung - bei guter Aussicht auf Erfolg.

Ziel von Erziehung ist die Heranbildung einer frei und verantwortlich handelnden Persönlichkeit, nicht etwa bloße Anpassung. Bewusstseinsbildung ist ein Weg zu diesem Ziel, aber auch das Ziel selbst. Entsprechend ist auch der Buchtitel doppeldeutig gemeint, nämlich als Vorgang, das Bewusstsein zu schulen, und als dessen Ergebnis. Wie zur Verrichtung jeder Arbeit das passende Werkzeug dient, so dienen bewusstseinsbildende Methoden zur Erziehung. Wie Erziehung als bewusstseinsbildender Prozess zu verstehen und gestaltbar ist, davon erzählt dieses Buch auf erzählerische Weise. Es will nämlich kein Lehr- sondern ein Lesebuch sein, um jeden interessierten Laien anzusprechen und ihn zum Weiterdenken und Anwenden anzuregen. Darum stellt es konkrete, beispielhafte Situationen aus dem (Schul-) Alltag dar, und zwar episodenhaft, mit lebendigen Dialogen, ansprechend und gemütvoll.

Den Umgang mit sich selbst, mit andern und mit der Umwelt folgenbewusst zu reflektieren und verantwortungsvoll zu praktizieren, gilt als Kernziel sowohl der individuellen Erziehung als auch der Selbsterziehung. Dazu gehört auch der bewusste Umgang mit Gefühlen. Diese Absicht verfolgen mehrere Kapitel mit Anregungen, wie man das 'Gemüt kultivieren' kann.

Bei der Persönlichkeitsbildung kommt dem Erzieher gegenüber dem Heranwachsenden die Aufgabe zu, dessen Anlagen zu entdecken, zu mehren und zu fördern. In diesem Sinne werden Lehrer hier auch 'Entwicklungshelfer' genannt. Als einem solchen wird von ihm erwartet, dass er den Heranwachsenden aufgeschlossen, vorurteilsfrei und wertschätzend gegenübertritt, ihre Individualität achtet und mit ihnen auf Augenhöhe ('symmetrisch') kommuniziert.

Dem Leser eröffnet dieses Buch die Möglichkeit, Verhaltensweisen bei sich selbst und bei andern vielperspektivisch wahrzunehmen und gut damit umzugehen. Auch in Problemsituationen zeigt es Möglichkeiten zur Selbsthilfe auf, wo heute der Ruf nach Sozialarbeitern oder Schulpsychologen laut wird.

Dazu vermittelt es keine neue pädagogische Theorie, sondern zeigt neue Sichtweisen und konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Es regt keine äußere Schulreform an, sondern einen inneren Wandel, der vielleicht ein Umdenken, bestimmt Übung, aber gewiss keine Investitionen benötigt.

Als Lohn der Mühe darf man erwarten

  • als Leser,
    dass man in vielen Problemsituationen mehr Handlungsmöglichkeiten erkennt,
  • als Lernwilliger,
    dass man Schlüssel zu seiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung findet, und
  • als Pädagoge,
    dass ein Konzept vorgestellt wird, mit dem man seine berufliche Kompetenz spürbar steigert, wenn man sich darauf einlässt.

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1.1 Präsentation1.2 Leitgedanken 1.3 tv-Interview1.4 Drucksachen

In dem 18-minütigen Interview, das Beate Hermanns mit dem Autor im Mai 2014 in Aachen geführt hat, präsentiert er sein Werk „Schule des Bewusstseins“:

Die Aufzeichnung lässt sich durch Anklicken des Bildes oder des Links https://youtu.be/N1yM83kqmxs aufrufen.

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1.1 Präsentation1.2 Leitgedanken 1.3 tv-Interview1.4 Drucksachen

Ausdruckbare Informationsmittel zum Buch finden Sie mit folgenden Links:

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2. Inhalt des Buches

Nachfolgendes "Menü INHALT" enthält Links zu den Beschreibungen der einzelnen Kapitel des Buches. Nach jeder Beschreibung führt ein Link "→ zum Menü BUCHINHALT" hierher zurück.


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Vorwort
Das Vorwort ist in der BoD-Leseprobe (ab S. 3) zu finden. Wesentliche Merkmale des Buches und E-Books sind nachfolgend unter 4. Besonderheiten zu finden.
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01. Position beziehen - Ein neuer Lehrer stellt sich vor: Peißinger
HandlungLeitgedanken
In diesem Einleitungskapitel stellt sich Peißinger als neuer Lehrer in der Schule vor, in der er sein Erziehungskonzept verwirklichen möchte. Im Dialog mit dem Kollegium erläutert er Grundlagen und Ziele seiner pädagogischen Vorstellungen. Er greift die Aussage der Schulleiterin (Frau Lieding) auf, die als Ziel der erzieherischen Arbeit formuliert hat: "Es soll Freude machen, den Absolventen dieser Schule zu begegnen" Die zunächst psychotherapeutisch begründete Methode 'Pacing und Leading' (Vertrauensbildung durch Empathie nach Milton Erickson) wird als pädagogisches Muster für das Selbstverständnis des Lehrers als 'Entwicklungshelfer' für seine Schüler vorgestellt. Interesse bzw. Desinteresse des Lehrers haben Einfluss auf die Lernbereitschaft seiner Schüler.
Erziehung wird als 'bewusstseinsbildender Prozess' definiert. An die Stelle von Strafen sollen 'bewusstseinsbildende Maßnahmen' treten wie z.B. 'erweiterte Wiedergutmachung'.
Persönlichkeitsmerkmale werden genannt, die ihre Inhaber als Persönlichkeiten auszeichnen, "denen zu begegnen eine Freude ist"
"Position beziehen" steht in der "BoD-Leseprobe (ab S. 5).
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02. Einsicht vermitteln - Eine unvorbereitete Schulstunde
HandlungLeitgedanken
Nach der ritualisierten Begrüßung der 9. Klasse, deren Klassenlehrer Peißinger ist, greift er spontan eine alltägliche Konfliktsituation zwischen Schülern auf: Aggressives Verhalten mit der gegenseitigen Zuweisung 'selbst schuld!'
An diesem Beispiel demonstriert er das Vorgehen bei und den Nutzen von Perspektivwechsel für eine Schlichtung.
Ein Begrüßungsritual dient der gegenseitigen 'aufmerksamen Wahrnehmung auf Augenhöhe' und der Herstellung guter Lernvoraussetzungen (Ruhe und Aufmerksamkeit). Beobachtungen, die den Lehrer auf Blockaden bei einzelnen Schülern schließen lassen, klärt er diskret mit den betreffenden und hilft ihnen ggf., sie zu überwinden. Die vorgestellte Situation lädt ein, sie mehrperspektivisch zu analysieren. Dafür werden die Sichtweisen der Akteure und des Beobachters im Hinblick auf deren Verhalten, Wahrnehmungen und Absichten untersucht und ihr Nutzen für die Schlichtung des Konflikts herausgearbeitet.
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03. Unterricht reflektieren - Gemeinsame Besprechung der unvorbereiteten Stunde
HandlungLeitgedanken
Eine Referendarin hat die zuvor geschilderte Stunde miterlebt und diskutiert darüber mit Peißinger, der ihr Erklärungen zu seinem Vorgehen gibt, seine Absichten erläutert und Möglichkeiten aufweist, die Methodik auf andere Beispiele anzuwenden. Die Methode des Perspektivwechsels und deren Nutzen werden erläutert. Das Begrüßungsritual wird kritisch analysiert und der Wert von Ritualen herausgestellt. Zweck und Wirkung eines wortlosen, akustischen Signals, der Herstellung von Blickkontakt und eines variierenden Begrüßungsdialogs werden erläutert. Der Lehrer als 'Entwicklungshelfer' drückt schon damit aus, dass ihm seine Schüler 'lieb und wichtig' sind. Dabei bemüht er sich um Balance zwischen vertrauensvoller Nähe und unzudringlicher Distanz.
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04. Kinderstreit schlichten - Ein alltäglicher Konflikt zwischen Kindern
HandlungLeitgedanken
Diese Geschichte erzählt eine lapidare Konfliktsituation zwischen Geschwistern, wie sie überall zwischen Kindern auftreten kann: Ein Kind sucht vergeblich nach einem Gegenstand und unterstellt dem andern, es ihr weggenommen zu haben. Die Mutter will nicht nur den akuten Konflikt beenden, sondern sie verwendet viel Geschick, Zeit und Geduld darauf, die Kinder anzuleiten, wie sie diesen und ähnliche Konflikte deeskalieren und nachhaltig lösen können. Die Erzählung ist Lesestoff für Eltern zur Vorbereitung auf zwei Elternabende, von denen die beiden folgenden Kapitel handeln. Die Kinder üben Ich- statt Du-Botschaften. Sie erkennen - durch Bewusstmachung - Verallgemeinerungen als konfliktträchtig. Die authentisch gezeigte Sorge und Liebe (Pacing) der Mutter gibt ihr Einfluss (Leading). Strikt bleibt sie neutral. Sie übt Balance, indem sie abwägt, worauf sie konsequent bestehen will und wo sie nachgeben kann. Sie leitet die Kinder an, Unterstellungen durch Perspektivwechsel und Umdeutung (Reframing) aufzulösen. Auf eine konkrete Frage der Tochter gibt ihr die Mutter einen allgemeinen Hinweis, mit dem sie die Antwort selbst finden kann. Der ältere Bruder wünscht sich von seiner Schwester Vermutungen zu prüfen, bevor sie sie äußert.
Das alles sind bewährte Elemente des Konfliktmanagements. Deren geduldige Anwendung verfolgt das Ziel, nicht nur den konkreten Konflikt zu beenden, sondern Konflikte künftig vermeiden oder doch wenigstens lösen zu können.
Essay "Kinderstreit schlichten" ist online.
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05. Konfliktlösen lernen - Ein Elternabend über die Geschichte 'Kinderstreit schlichten'
HandlungLeitgedanken
Auf einem (ersten) Elternabend wird die Geschichte über den Streit der Kinder (aus dem vorigen Kapitel) nicht nur analysiert, sondern die Art der Konfliktlösung auch mit andern möglichen Vorgehensweisen verglichen, die naheliegend sind und ausreichen würden, um den akuten Konflikt zu beenden. Das besondere Geschick und die Geduld der Mutter in der Geschichte werden dabei ebenso wie ihre weitergehende Absicht deutlich. Zugleich werden die von der Mutter praktizierten, bewusstseinsbildenden Methoden eingehend erläutert. Ein übersichtliches Tafelbild resümiert die Diskussionsergebnisse. Begriffsbestimmungen und Beispiele dienen dazu, die im vorigen Kapitel angesprochenen bewusstseinsbildenden Methoden der Mediation verständlich zu machen. Gegenüber Vorwürfen gilt es, sich (durch Absichtsanalyse) bewusst zu machen, wem genau sie gelten und was genau sie bezwecken.
Damit findet sich meist ein Schlüssel zur Umdeutung (Reframing) der vorwurfsvollen Botschaft. Perspektivwechsel zwischen sich und dem Gegenüber erweist sich dabei als hilfreich. Der Umgang der Mutter mit ihren Kindern wird als Beispiel für wertschätzende, 'symmetrische Kommunikation' erkannt und mit Begriffen der Transaktionsanalyse (beide Seiten interagieren im 'Erwachsenen-Ich') erklärt. Die nur auf Beendigung des akuten Konflikts zielenden Maßnahmen richten sich durchweg vom 'Eltern-Ich' an das 'Kind-Ich', das verspielt angepasst oder aber rebellisch darauf reagiert.
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06. Vorgehen erklären - Die Mutter erläutert ihr Verhalten im Streit ihrer Kinder
HandlungLeitgedanken
Ein (weiterer) Elternabend führt die Mutter aus der Streitgeschichte mit den Eltern in Peißingers Klasse zusammen. Der Mutter wird damit Gelegenheit gegeben, ihre Handlungsweise und die sie dabei leitenden Absichten und Abwägungen transparent zu machen. Damit werden Details der Geschichte, die Klugheit und die Herzenswärme der Mutter noch deutlicher als in der Diskussion am voraufgegangenen Elternabend.
"Wenn das mehr Eltern und Lehrer zuwege brächten, wäre es besser um das Miteinander in der Welt bestellt", resümiert Peißinger. - Mit dem Bericht der Mutter über das Zubettbringen der Geschwister findet die Geschichte noch ein bezauberndes Ende.
'Liebevolle Distanz' nennt die Mutter ihre eingeübte Haltung, um sich nicht angegriffen zu fühlen. Sie weiß, dass authentische Gesten Gefühle adäquat übermitteln können, was mit noch so scharfsinnigen Argumenten nicht gelingt. Sie weiß auch, dass anscheinend aggressives Verhalten nur ausprobieren will, wo die Grenzen liegen.
Zur Problematik von "Verallgemeinerungen" beschreibt sie die Konkretisierung als eine sehr wirkungsvolle Methode. Die notwendige Wahrung der Neutralität des Schlichters belegt sie durch eine ungute Erfahrung.
'Begleitendes Zweifeln' vor der Äußerung von Vermutungen bedarf der Übung und auch der gegenseitigen, freundlichen Erinnerung.
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07. Frust bewältigen -
Eine Schulstunde über das 'Coolsein' und die Erfindung von Frust- und Lust-Kreis
HandlungLeitgedanken
In einer 5. Klasse finden es viele Schüler 'cool', sich Leistungsanforderungen zu widersetzen. Peißinger thematisiert in einer Orientierungsstunde - die Schüler emotional herausfordernd - verschiedene Formen der Verweigerung in der Schule. Eine Schülerin findet eine einfache Erklärung dazu. -
Peißinger erfindet während einer Stillarbeitsphase den 'Frustkreis' und den 'Lustkreis', während die Kinder eine Gegenüberstellung von coolem bzw. uncoolem Verhalten mit den daraus erwachsenden Folgen anlegen, die sie zu einsichtsvollen Satzbildungen führt.
Auf unangemessenes Verhalten angemessen zu reagieren, erfordert Aufmerksamkeit, Gelassenheit und Geschick. Das 'Setzen eines Unterbrechers' und Präzisierungsaufforderungen schaffen dafür eine tragfähige Grundlage. Um mit Provokationen spielerisch-souverän umzugehen, kann man die Wahrnehmung spiegeln oder die Wirkung beschreiben lassen und infrage stellen oder die Äußerung situationsgerecht umdeuten (Reframing). Das Verhalten ist oftmals Ausdruck von Schulfrust und Misserfolg, die sich gegenseitig verstärken oder mindern können. Das veranschaulicht ein 'Frustkreis'- Modell zugleich mit der Wende zum 'Lustkreis'.
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08. Beobachtungen diskutieren -
Rückblick auf die Schulstunde über ‚Coolsein' mit einer Elternvertreterin
HandlungLeitgedanken
Eine Elternvertreterin hat die voraufgegangene Orientierungsstunde hospitierend miterlebt. Im Gespräch mit ihr verdeutlicht Peißinger die Motive und Absichten seines Handelns und gibt Einblick in die von ihm dabei praktizierten Methoden. Dabei wird auch deutlich, dass Verweigerung zunächst ein Testverhalten von Kindern zur Auslotung ihrer Grenzen sein kann, dem man durch Bewusstmachung und Folgenabschätzung begegnen kann, um ihnen zu helfen, aus einem 'Misserfolg-Frust-Zirkel' in einen 'Erfolg-Lust-Zirkel' zu finden. - Die Elternvertreterin wünscht sich, das allen Eltern auf einem Elternabend zu erklären. Um Selbstbeherrschung zu bewahren oder wiederzuerlangen, hilft es 'Unterbrecher setzen' zu üben. Konfliktträchtige Äußerungen lassen sich durch 'Reframing' entschärfen. UngerechtfertigteVorwürfe dürfen nicht unwidersprochen bleiben, aber die Klärung sollte möglichst wertschätzend erfolgen. Erziehungserfolg verlangt konsequente Anstrengungen aller Beteiligten.
Zur Steigerung der Leistungsbereitschaft hilft das Frust- und Lustkreis-Modell. Indem in (fast) jedem Misserfolg doch ein kleiner Anteil Erfolg gefunden werden kann, lässt sich mit dessen Bewusstmachung eine positive Wende einleiten.
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09. Kinder unterstützen - Ein Elternabend über die Erziehung im Elternhaus
HandlungLeitgedanken
Der von ihr angeregte Elternabend wird von der Elternvertreterin moderiert, um Peißinger auf Elternfragen antworten zu lassen, was sie tun können und was sie besser lassen sollten, um die schulische Entwicklung ihrer Kinder zu fördern. Er geht auf die Bedeutung von Hausaufgaben und die in der Schule gepflegte Anerkennungskultur ein. Dabei gibt er auch Hinweise zu Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe, häusliche Arbeitsbedingungen und Mediennutzung. - Zum Abschluss hält er das im folgenden Kapitel aufgeschriebene Referat. Schulischerseits gibt es viele Möglichkeiten, Leistungsbereitschaft zu fördern: Dokumentation, Kontrolle, Lob, Ermutigung, Anerkennungskultur. Elternseitig sollte auf Vollständigkeit und Sorgfalt hingewirkt werden. Eltern sollten sich weder an der Lösung von Hausaufgaben beteiligen noch ihren Kindern selbst Nachhilfe geben. Effektive Unterstützung leisten sie mit breitem Interesse an der schulischen Entwicklung, mit gemeinsam gestalteter Zeit z.B. bei Einbeziehung in kulturelle Aktivitäten und in Gespräche darüber sowie dem geduldigen Eingehen auf Fragen mit Tipps, die dem Kind helfen, selbständig Antworten zu finden. Eltern sollten gegenüber der vermeintlich großzügigeren Entscheidungspraxis anderer Eltern kritisch und selbstbewusst bleiben.
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10. Erziehung reflektieren - Vortrag über Leitideen der Bewusstseinsbildung
HandlungLeitgedanken
Auf dem zuvor beschriebenen Elternabend seiner 5. Klasse hält Peißinger ein grundlegendes Referat über die Erziehung. Er spricht über den Begriff der Erziehung, stellt ein Kriterium für gute Erziehung vor und macht die Eltern mit den elementaren Grundlagen bewusstseinsbildender Prozesse an zwei einfachen Beispielen (Verhaltensanalyse bzw. Vergessen eines Auftrags) vertraut. Dazu erklärt er ihnen dafür hilfreiche Bedingungen und Perspektiven.
Er ermutigt sie zu deren Erprobung mit ihren Kindern und verspricht ihnen damit mehr Zufriedenheit bei den Kindern und für sich selbst. Er möchte sie befähigen, den ihnen möglichen Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft hin zu mehr Brüderlichkeit und Freiheit in Verantwortung zu leisten. -
Das Referat umreißt Grundideen, die dem Buch 'Schule des Bewusstseins' seinen Namen gegeben haben.
Lehrer, Eltern und Erzieher verbinden als 'Entwicklungshelfer' gemeinsame Intentionen und Methoden, nämlich die einer individuellen, auf Verbindlichkeit und Wertschätzung gründenden Erziehung. Für dabei zu treffende Entscheidungen wird ein 'Erziehungskriterium' angegeben und im Spannungsfeld persönlicher Lebensumstände, kindlicher Grenzüberschreitungsversuche und verbreiteten Konsumverhaltens und Anspruchsdenkens erläutert.
An zwei einfachen Verhaltensbeispielen (Unwohlbefinden bzw. vergessener Auftrag) werden einfühlsame und zielführende bewusstseinsbildende Prozesse ausführlich erklärt. Wertschätzung und Behutsamkeit sind notwendig, um das Vertrauen und damit die Akzeptanz zu erhalten. Glaubwürdigkeit ist dafür wichtiger als Fehlerlosigkeit. Mehrperspektivisches Denken erleichtert akzeptables Entscheiden. Dazu gehört auch der bewusste und wertschätzende Umgang mit Gefühlen.
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YouTube-DE Dieses Kapitel wird vom Autor in 5 Video-Clips vorgelesen:
AbschnittStichworte (mit Links)Link-Adresse
Teil I Einführung und Erziehungsbegriffhttps://youtu.be/EN8ZMoy5DeM
Teil II Kriterium guter Erziehunghttps://youtu.be/xss6H76GEUs
Teil III.1 Bewusstseinsbildung und Wahrnehmunghttps://youtu.be/XtRcjci1x60
Teil III.2 Pacing und Leadinghttps://youtu.be/4EZLEo2bo2c
Teil III.3 Perspektivwechselhttps://youtu.be/yrVit20l3iE
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11. Beileid bekunden - Über den Umgang mit einem Trauerfall an der Schule
HandlungLeitgedanken
Der tragische Tod eines Schülers erschreckt die ganze Schulgemeinschaft, am stärksten seine Mitschüler, seine Lehrer und die Schulleiterin. Sie informiert das Kollegium und die Klasse und veranlasst letztere, an den Verstorbenen einen Brief zu schreiben. Der Klassenlehrer nimmt die Briefe entgegen, um sie den Eltern des Jungen zu übergeben.
Dann erarbeitet mit seiner Klasse, wie man das eigene Mitgefühl äußern und Trauerarbeit leisten kann.
Wie die Schulgemeinschaft mit dem Trauerfall umgeht und ihre Betroffenheit vielfältig äußert, beschreibt dieses Kapitel, das sich an eine wahre Begebenheit anlehnt.
Am Schluss wird ein ergreifendes Vaterunser für den Jungen aus der Feder der Schulleiterin beim Trauergottesdienst der Schule vorgetragen.
Bei starker emotionaler Betroffenheit doch das Nötige zu erkennen und anteilnehmend zu handeln, zeichnet die Führungspersönlichkeit aus. Sie übernimmt die Aufgaben einfühlsam, informiert die Betroffenen behutsam und gibt deren Kummer Raum und lädt sie zu symbolischer Trauerarbeit ein. Der Klassenlehrer und seine Klasse diskutieren das Verhalten und die Erwartungen von Menschen in ähnlicher Lage vielperspektivisch und empathisch. So finden sie Möglichkeiten, ihre Trauer in Worten, Gesten und symbolhaften Handlungen angemessen und unaufdringlich auszudrücken und Trauerarbeit so zu leisten, dass sie als trostreich und einander verbindend erlebt wird. Die emotionale Betroffenheit, Ohnmacht und Hoffnung werden in einem Vaterunser für den Verstorbenen seelenvoll zum Ausdruck gebracht.
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12. Wünsche kontrollieren - Eine Schulstunde über den Umgang mit Verlockungen
HandlungLeitgedanken
In einer Orientierungsstunde mit seiner 9. Klasse diskutiert Peißinger die Frage des Umgangs mit einem Besitzwunsch. Hans ist von einem neuen Smartphone fasziniert und möchte es besitzen. Den Verkäufer freut es, der Vater von Hans hat Bedenken. Peißinger veranlasst seine Schüler, sich mit der Frage der Selbststeuerung gegenüber Verlockungen der Werbebranche vielperspektivisch auseinanderzusetzen, und gibt ihnen ein Kriterium an die Hand, mit dessen Hilfe sie prüfen können, was für und gegen ihren Wunsch spricht. Schüler werden dazu angeleitet, sich den Besitzwunsch aus den drei Perspektiven eines Verkäufers, des Wünschenden und dessen Vater empathisch zu vergegenwärtigen und daraus eine Strategie für jede der drei Personen zu entwickeln. Zunächst sollen sie Fragen, Erklärungen und Aktionen der drei Beteiligten auflisten und den Bezug zu ihren Absichten darstellen. Schließlich bereitet eine Kaufanalyse mit Objektanalyse, Motivanalyse und Folgenabschätzung eine möglichst akzeptable Entscheidung vor. Ziel ist die Immunisierung gegen Werbeeinflüsterungen durch sachliche Objektivierung der Entscheidungskriterien.
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13. Lösungen finden -
Anleitung zur Selbstbeantwortung von Fragen in einem Entscheidungsprozess
HandlungLeitgedanken
Veranlasst durch die Stunde über die Besitzwunsch-Problematik bittet ein Vater telefonisch um Rat, wie elternseitig damit umgegangen werden kann. Peißinger lässt ihn erkennen, dass dessen eigene Feststellungen und Fragen Schlüssel enthalten, mit denen jener zu einer für seinen Sohn und sich selbst akzeptablen Lösung finden kann. Peißinger spiegelt dem Vater dessen von ihm wahrgenommene Befindlichkeit. Er will ihm aber keinen Rat erteilen, sondern nur Gesichtspunkte vermitteln, die ihm helfen können, selbst zu einer Entscheidung zu finden. Dazu wäre hilfreich, wenn der Vater mit seinem Sohn auf Augenhöhe - als Freund - kommunizierte. Im Gespräch entwickelt der Vater Bedingungen der Möglichkeit für die Erfüllung des Besitzwunsches, die für ihn selbst und seinen Sohn akzeptabel sind: Nicht sofort, sondern zu einem Anlass und nur bei angemessener Selbstbeteiligung .
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14. Gefühlsäußerungen deuten -
Zusammenfasssende Schulstunde über Gefühle und Gefühlsäußerungen
HandlungLeitgedanken
In einer Doppelstunde wird die Zuordnung von Gefühlsäußerungen und Gefühlen untersucht. Dabei kommt auch eine peinliche Lehreräußerung zur Sprache. Die Klassensprecherin berichtet, wie sie den Lehrer sachlich und einfühlsam damit konfrontieren und zu einsichtsvollem Verhalten bewegen konnte. Gefühle sind für Befindlichkeit, Kommunikation und Entscheidungen von ausschlaggebender Bedeutung. Der kompetente Umgang damit ist deshalb Teil der 'Kultivierung des Gemüts' und unverzichtbar für die Selbststeuerung als Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Systematisch und an konkreten Beispielen werden Bedingungen für Rückschlüsse von Gefühlsäußerungen auf die sie auslösenden Gefühle entwickelt. Aspekte von 'Gemüt kultivieren' und 'Selbststeuerung' werden dabei reflektiert, bevor die Darstellung von Gefühlen geübt wird.
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15. Gefühle darstellen - Ein Rollenspiel und seine Beobachtung
HandlungLeitgedanken
Ein heftiger Streit um eine unabsichtliche Sachbeschädigung und dessen Schlichtung sind Gegenstand eines Rollenspiels. Wie man das mit Anleitungen zur Darstellung bzw. Beobachtung vorbereiten und detailliert auswerten lassen kann, zeigt die geschilderte Unterrichtseinheit auf.
Die Darsteller berichten, wie sie das Spiel erlebt haben. Die Beobachter notieren ihre Beobachtungen und erstellen danach gruppenweise ein gemeinsames Protokoll zusammen mit dem jeweiligen Darsteller. Eingebunden ist eine anmutige Streitschlichtung und angedeutet eine mögliche Folgestunde mittels Pantomime.
Auch diese Unterrichtseinheit hat Beispielcharakter im Hinblick auf die Bewusstmachung und den kompetenten Umgang mit Gefühlen. Darin kommt ein Rollenspiel zum Einsatz als geeignetes Mittel, um Gefühle darzustellen und zu beobachten. Die zur Rollenspiel-Handlung gehörige Streitschlichtung gelingt mittels Reframing.
Unterrichtsmethodisch trägt die Erteilung konkreter Beobachtungsaufträge an die Nicht-Darsteller wesentlich zur Einbeziehung aller bei. Die Beobachter führen - gruppenweise für jeden Darsteller - ein Beobachtungsprotokoll über dessen Verhalten und Gefühle und die Arten von Gefühlsäußerungen, das anhand einer Video-Aufzeichnung überprüft und vervollständigt wird. Die zur Protokollierung vorbereiteten Beobachtungsbögen fordern zu aufmerksamer Betrachtung und präziser Beschreibung der Wahrnehmungen auf. Die Protokolle entstehen durch einen lebhaften Austausch über unterschiedliche und gemeinsame Wahrnehmungen der Beobachter und des von ihnen beobachteten Darstellers.
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16. Freiheit verantworten - Eine Schulstunde über ethisches Verhalten
HandlungLeitgedanken
Aussagen des Bundespräsidenten Gauck zu 'Freiheit und Verantwortung' werden in einer Stunde 'Praktische Philosophie' zu ethischen Grundprinzipien in Beziehung gesetzt. Auch die gewagte Frage nach der Verantwortbarkeit seiner persönlichen Lebensumstände wird diskutiert. Peißinger empfiehlt Zurückhaltung bei der Beurteilung durch Dritte, bekennt aber auch seine persönliche Ansicht. Er meint, die Kirche dürfe Menschen zwar vergeben, sie aber nicht verurteilen. In voraufgegangenem Unterricht zur Bewusstseinsbildung ist ein 'Balance-Kriterium', zum Fällen maßvoll abwägender Entscheidungen im Spannungsfeld gegensätzlicher Positionen formuliert worden und dazu analog ein 'Verantwortlichkeitskriterium' als Maßstab für verantwortliches Handeln. Es wird den klassischen Ethik-Maximen vergleichend gegenübergestellt: Kategorischer Imperativ, Goldene Regel, Nächstenliebe-Gebot.
Verantwortlich ist jeder aber nicht nur für sein Tun und Lassen, sondern auch für seine Gefühle (als Deutungen innerer und äußerer Wahrnehmungen).
Freiheit braucht Verantwortung meint: "Wer sich frei entscheidet, ist für die Folgen verantwortlich". Die Frage nach der Verantwortbarkeit persönlicher Lebensumstände können nur die davon persönlich Betroffenen für sich beantworten.
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17. Bewusstsein schärfen - Die Erfindung der 'erweiterten Wiedergutmachung'
HandlungLeitgedanken
Der Schulleitung fällt ein Schüler auf, der sich durch eine Sachbeschädigung vor andern hervortun will. Die Situation ist gefährlich und doch komisch, findet sie und bestellt den Übeltäter in ihr Büro. Zeitnah, aber nicht sofort, lässt sie ihn im Gespräch die Motive und Folgen seines Verhaltens erkennen. Diese Einsichten sollen ihm durch 'erweiterte Wiedergutmachung' unvergesslich werden.
Die Geschichte erzählt nach, wie es zur Idee dieser Form einer 'bewusstseinsbildenden Maßnahme' gekommen ist.
Die Zeitspanne zwischen dem auffälligen Verhalten und seiner Besprechung hilft beiden Seiten nachzudenken. Im Gespräch führen die Absichtsanalyse und Erklärungen eines um Vermittlung bemühten Mitschülers zu Verständnis für das Motiv des Übeltäters. Zur Einsicht in die Gefährlichkeit seines Handelns führt ihn erst ein analoges Beispiel. Die erklärte Bereitschaft zur Wiedergutmachung genügt der Schulleiterin nicht. Um die Unverantwortlichkeit nachhaltig im Bewusstsein zu behalten, gibt sie ihm die Feststellung und Behebung mehrerer ähnlicher Schäden als 'erweiterte Wiedergutmachung' auf.
Die Unterstellung des dazu Herangezogenen, sie wolle ihn nur quälen, weist die Schulleiterin zurück: Sie selbst trage ja Ungemach, indem sie die Erfüllung der Auflage konsequent durchsetzt und beobachtet. Mit Erfüllung der Auflage sei die Sache dann aber auch aus der Welt - es sei denn, es gäbe eine Wiederholung.
Essay "Bewusstsein schärfen" ist online.
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18. Gewalt zügeln -
Eine Lektion für angehende Lehrer: Bewusstmachung als Grundlage für Verhaltensänderungen
HandlungLeitgedanken
Die Fallanalyse eines durch Gewalttätigkeit auffällig gewordenen Schülers ist Gegenstand einer Arbeitssitzung junger Lehrer mit der Schulleitung. Eine Referendarin berichtet über den von ihr beobachteten Vorfall und ihr Handeln: Sie hat den gewalttätigen separiert und der Schulleiterin zugeführt und das Vorkommnis mit der Klasse besprochen.
Mit einander diskutieren die Anwärter, welche Ziele mit welchen Mitteln erreicht werden sollten und rekonstruieren, wie die Schulleitung damit umgegangen ist. Sie regt an, eine Art Fragebogen zu entwerfen, der einen Gewalttäter oder Störenfried zur Analyse und Änderung seines Verhaltens anleiten könnte.
Bei der Besprechung des Vorfalls in der Klasse demonstriert die Referendarin das 'Unterbrechersetzen' als Mittel zur Wiedererlangung von Selbstkontrolle, eine 'Absichtsanalyse' zur Klärung, ferner ' Perspektivwechsel ' und 'Reframing' zur Entschärfung des Konflikts. Schließlich lässt sie die Schüler Möglichkeiten für konfliktfreien Umgang beschreiben.
Die Gruppe der Anwärter berät nun, welche Ziele gegenüber dem verhaltensauffällig Gewordenen erreicht werden sollten und mit welchen Mitteln:
Mit einem klaren, kurzen Zuruf sollte man ihm zunächst Einhalt gebieten, ihn isolieren, beruhigen und dann veranlassen, sein eigenes Verhalten zu erklären und zu bewerten. Schließlich soll er Ideen zur nachhaltigen Wiedergutmachung und alternativen Verhaltensweisen ersinnen. Absichtsanalyse, Perspektivwechsel und Folgenantizipation verhelfen dazu. Dazu soll für zwei Fallgruppen je ein Papier entwickelt werden.
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19. Perspektiven wechseln - Lösung eines Beziehungsproblems in 'stillen Dialogen'
HandlungLeitgedanken
Eine gute Oberstufenschülerin setzt wegen der Zuneigung zu ihrem neuen Freund die Beziehungen zu Eltern, Freundinnen und Schule aufs Spiel. Ihr Beratungslehrer möchte ihr helfen, Problemlösungen selbst zu finden und sich zugleich ihr gegenüber im Hinblick auf ihr Problem völlig diskret zu verhalten. Indem die Schülerin das akzeptiert, gelangt sie zu für sie selbst erstaunlichen Einsichten und kommt zu klaren, hilfreichen Entschlüssen. Ihr Beratungslehrer leitet die Schülerin dazu an, mit den anderen Problembeteiligten 'stille Dialoge' zu führen und macht sie dazu mit der Methode des 'Rollentauschs mit Stuhlwechsel' vertraut, die ihr mittels Perspektivwechsel sowohl die eigenen Gefühle und Absichten als auch die der andere involvierten Personen bewusstwerden lässt. Das lässt sie selbst Lösungsmöglichkeiten finden, die sowohl zum Ausbalancieren ihrer Beziehungen dienen als auch zur Wiederherstellung ihres eigenen Wohlbefindens.
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20. Selbsteinschätzung üben -
Schüler zur eigenen Bewertung ihrer mündlichen Leistungen anleiten
HandlungLeitgedanken
Die Pflicht zur Darlegung von Beurteilungskriterien gegenüber Schülern nimmt Peißinger im Fach Philosophie zum Anlass, mit den Schülern Kriterien zur Bewertung der mündlichen Leistungen zu erarbeiten. Die Kriterien sind so überschaubar und differenziert, dass sie ohne weiteres von den Schülern zur Selbsteinschätzung ihrer mündlichen Leistungen angewendet können, sogar auch in andern Fächern. - Das Buch enthält dazu einen ausgearbeiteten Mustervordruck. Der Lehrer sammelt mit den Schülern acht Bewertungsgesichtspunkte und lässt sie selbst zu diesen je sechs Merkmale erarbeiten, die unterschiedliche Qualitätsstufen beschreiben. Die daraus gebildete Matrix gibt über eine einfache Zuordnung von Bewertungspunkten Hinweise auf eine notenmäßige Bewertung. Zustandekommen und Verwendung dieser Matrix gewährleisten eine hohe Akzeptanz.
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21. Innovation planen - Von der Idee einer Schulvereinbarung zum Planungsprozess
HandlungLeitgedanken
Im Verlauf der konstituierenden Sitzung einer Lehrer-Arbeitsgruppe "Mehr Identifikation mit der Schule durch eine Schulvereinbarung" werden Ziele und Phasen des Projekts erörtert und kontrovers diskutiert. Peißinger erläutert zum Schluss seine Vorüberlegungen zu einer Schulvereinbarung.
Die Beratungsgesichtspunkte werden auch mittels Mindmaps graphisch veranschaulicht und dokumentiert.
Peißinger ist mit der Schulleiterin überzeugt, dass eine Schulvereinbarung dem Selbstverständnis einer Schule des Bewusstseins entspricht und ihren Zielen dient. Begeistert stellt er die Idee dar und geht einfühlsam auf erkennbare Besorgnisse ein. Die größten Widerstände gegen das Vorhaben treten auf Seiten von Lehrern zutage, besonders gegen die 'Zumutung', die Vereinbarung durch Unterschrift ausdrücklich anzuerkennen. Die Schulleiterin sieht darin hingegen eine bewusste Konkretisierung des Amtseides.
Bedenkenträger bindet Peißinger ein, indem er sie zur Ausübung des Wächteramtes für die Akzeptanz der Inhalte einlädt. Er stellt heraus, dass eine Schulvereinbarung sich durch verbindliche Zusicherungen der Partner grundlegend von erlassenen oder beschlossenen Schulordnungen unterscheidet: Vereinbarungen kann man beherzigen, Vorschriften allenfalls befolgen. Eine sorgfältig ausgearbeitete Tischvorlage konkretisiert die Vorstellungen.
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22. Schule vereinbaren - Vorüberlegungen zu einer Schulvereinbarung
HandlungLeitgedanken
Dieses Kapitel gibt die Tischvorlage wieder, in der Gesichtspunkte für eine Schulvereinbarung zusammengetragen sind und ein ausformulierter Entwurf zur Diskussion gestellt wird. Darin werden Zusicherungen 1.der Schule als Institution, 2. aller mit ihr verbundenen Personen, 3. der Lehrer, 4. der Schüler, 5. der Eltern und 6. der Helfer konkret in jeweils etwa 10 Aussagen formuliert. Mängel des Schulwesens machen schulspezifische Lösungen erforderlich, die dem Selbstverständnis der Schule dienen und verbindlicher als Vorschriften wirken sollen. Wünschenswerte Eigenschaften und verschiedene Modelle von Schulvereinbarungen werden skizziert und abschließend ein eigener Entwurf zu einer Schulvereinbarung vorgestellt.
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23. Behörde konsultieren -
Ernüchternde Erfahrung vom Umgang mit einem innovativen Konzept
HandlungLeitgedanken
Der Bericht über eine Konsultation der Schulaufsichtsbehörde mit dem Wunsch, das Konzept der Schulvereinbarung und das ihr zugrundeliegende Erziehungskonzept billigend zur Kenntnis zu nehmen, führt wegen der formalistischen Betrachtungsweise des Schuldezernenten nicht zum gewünschten Ziel.
Die Protagonisten eines solchen Konzepts fühlen sich damit allein gelassen. Mit Bedauern konstatiert die Schulleiterin, dass sich Behörden anscheinend nicht als lernende Institutionen verstehen.
Die Schulaufsichtsbehörde betrachtet die Schulordnung als Teil eines allgemeinen Rechtsrahmens, der für die Legitimierung von Sonderwegen keine Handhabe gibt. Bei Kritik am Schulwesen haben Beamte das Loyalitätsgebot zu beachten. Die Schulkonferenz ist im Rahmen ihrer festgelegten Zuständigkeit in ihren Beschlüssen frei, solange sie mit dem Schulgesetz in Einklang stehen. Erst bei Rechtsverstößen oder Beschwerden würde die Behörde einschreiten.
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24. Abschied feiern - Optimismus als Leitthema eines scheidenden Abschlussjahrgangs
HandlungLeitgedanken
Das Schlusskapitel berichtet ausführlich über eine besondere Abschlussfeier eines Schülerjahrgangs. Mit dieser Feier verabschieden sie sich nicht nur von ihrer 'Schule des Bewusstseins', sondern zugleich von der Schulleiterin, die wenige Tage später in den Ruhestand geht. -
Jeder Absolvent erhält eine individuelle Mappe 'Memoranda' mit Erinnerungen seiner Lehrer, die auf keinem Zeugnis Ausdruck gefunden haben.
'Optimismus besteht darin, nicht aufzuhören zu fragen, was trotzdem geht'. Die von den Absolventen der 'Schule des Bewusstseins' ganz eigenständig gestaltete Feier zeugt von deren Einfallsreichtum und Souveränität. Sie erfüllen damit glanzvoll die zu Beginn ihrer Schulzeit geäußerte Erwartung, es möge 'Freude machen, ihnen als Absolventen zu begegnen'.
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25. ANHANG
AbschnittBeschreibung
GlossarIm Buch verwendete Begriffe werden möglichst einfach erklärt.
MedienverzeichnisEs enthält Hinweise auf Literatur, Datenträger, Internetquellen und Essays.
IndexErleichtert das Auffinden von Stichworten im Text. Dafür sind Stichworte und Glossarbegriffe im gedruckten Buch unterscheidbar gekennzeichnet und (im E-Book) als Hyperlinks ausgeführt.
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26. Fragen und Antworten
DiskussionEin interviewähnliches Kapitel, in dem der Autor an ihn gerichtete Fragen von Lesern beantwortet. Auszüge daraus finden sich im Abschnitt 6. Diskussion.
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3. Leseprobe / Bestellung

Der BoD-Buchshop hat für das Buch "Schule des Bewusstseins" eine Seite eingerichtet, über die sowohl eine Leseprobe *) aufgerufen als auch eine Bestellung für Buch und / oder zugehöriges E-Book online und (in D) portofrei aufgegeben werden kann. Die betreffende Seite lässt sich mit Anklicken des folgenden Logos aufrufen:

Das gedruckte Buch kann außerdem in jeder Buchhandlung und im Online-Buchhandel, das E-Book nur online bestellt werden. Nachfolgend die Bestelldaten:

FormISBNPreis (in D)
Paperback
17 x 22 cm, 392 Seiten
978-3-8482-1739-728,00 €
E-Book (ePub) 3,6 MB978-3-8482-6272-414,99 €

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*) Die BoD-Leseprobe gibt nach dem Vorspann mit Impressum und Inhaltsverzeichnis Einblick in das Vorwort (darin ab Seite 3), in das Eingangskapitel "Position beziehen" (ab Seite 5) und zeigt am Schluss die Einband-Rückseite.

Das Kapitel "Erziehung reflektieren" wird - beginnend mit einer kurzen Einführung in das Buch - in 5 YouTube-Videoclips vom Autor auf vorgetragen. Die Links finden sich in der Tabelle unter Punkt 10 der Inhaltsbeschreibung.

Weitere Kapitel sind auf dieser Webseite in der Rubrik "Episoden“ online gestellt.

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4. Besonderheiten

4.1 Printbuch4.2 E-Book4.3 Lesungen

Im gedruckten Buch verwendet der Autor ein von ihm erdachtes Layout, das er als 'sinngemäßen Textumbruch' bezeichnet. Damit ist ein linksbündiger Flattersatz gemeint, bei dem ein Zeilenwechsel eingefügt ist, wo beim Vorlesen« eine Atempause sinnvoll ist. Das gibt dem 'Lesebuch' die Gestalt von einem 'Vorlesebuch', das die Lesbarkeit auch längerer Satzgebilde unterstützt.

Ein Satzende-Zeichen schließt jede Seite im gedruckten Buch, damit der Leser nicht mitten in einem Satz umzublättern braucht.

Der Anhang steigert die Verwendbarkeit des Buches zum Lernen und Nachschlagen und seinen Nutzen beispielsweise in der Lehrerausbildung und im Pädagogik-Unterricht, indem

  1. ein GLOSSAR (ab S. 323) verwendete Begriffe möglichst einfach erklärt,
  2. ein Verzeichnis von MEDIEN Hinweise gibt auf
    1. Literatur (ab S. 353),
    2. Datenträger (ab S. 357) und
    3. Internetquellen (ab S. 361) sowie
    4. Essays (ab S. 363) des Buchautors mit inhaltlichem Bezug zu diesem Buch,
  3. ein INDEX (ab S. 371) die Suche im Buch erleichtert und
  4. einige Fragen von Lesern (ab S. 379) beantwortet werden;
    vgl. nachfolgend unter 6. Diskussion.

Dem gleichen Zweck dienen folgende Markierungen im gedruckten Text:

  • Verweise auf das Glossar durch ein dem betreffenden Wort vorangestelltes » ,
  • im Index aufgeführte Stichworte durch ein dem betreffenden Wort hintangestelltes « ,
  • sonstige Links (z.B. Seitennummern) durch Unterstreichung.

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4.1 Printbuch4.2 E-Book4.3 Lesungen

Im Vorwort zum gedruckten Buch hat der Autor angekündigt, die Markierungen mit « und » seien in der elektronischen Fassung interaktiv; dies traf zwar für die von ihm erzeugt PDF-Datei des Buches zu, ging jedoch bei der Umsetzung in ein epub-Ebook durch BoD leider verloren.

Zu den "Verlusten" in diesem Format zählt auch, dass alle Verweise auf Seitenzahlen durch einen Rechtspfeil ersetzt worden sind, dessen Anklicken zu der referenzierten Stelle führt. Das ist insbesondere bei Stichworten, bei denen auf mehrere Stellen verwiesen wird, nicht befriedigend gelöst.

Anmerkung:
In dem vom Autor selbst erstellten E-Book zu seinem Buch „Schulen brauchen gute Lehrer“ hat er dafür eine zweckmäßigere Lösung gefunden, die zugleich erleichtert, E-Book und Printbuch nebeneinander zu verwenden.

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4.1 Printbuch4.2 E-Book4.3 Lesungen

Mit dem Vortrag ausgewählter Passagen aus dem Buch "Schule des Bewusstseins - Ein pädagogisches Lesebuch" verdeutlicht der Autor

  • Leitgedanken, Aktualität und Vielseitigkeit des Ansatzes
    von Erziehung als Bewusstseinsbildung.

Anhand ausgewählter Texte aus dem Buch unf mit einer visuellen Präsentation wird lebhaft vermittelt, wie sich anschaulich und konkret

  • Bewusstsein trainieren und damit
  • Persönlichkeitsentwicklung gestalten lässt.

Im Anschluss an die Lesungen besteht Gelegenheit

  • zum Gespräch mit dem Autor und
  • zur persönlichen Signatur des Buches.

Die erste Lesung fand 2013 in Ober-Ramstadt statt.

Einladungen zu Lesungen an Schulen / Seminaren / Bildungszentren sind dem Autor willkommen. - Über das Kontaktformular ist er erreichbar.

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5. Resonanzen

Prof. Dr. Gerald Hüther
- Neurobiologe an der Universität Göttingen und in zahlreichen pädagogischen Initiativen engagiert, schreibt:

    "Den Ansatz, den Sie verfolgen und die Art und Weise,
    wie Sie ihn hier umgesetzt haben, gefallen mir sehr."

"Lernwelt Österreich"
- eine Internetseite der Initiative von Prof. Hüther und Peter Schipek -

Prof. Dr. Erhard Meueler,
Professor für Erwachsenenbildung an der Uni Mainz bis 2003, Autor und vhs-Dozent, äußert:

    "Der Autor von 'Schule des Bewusstseins'
    ist ein 'Meister des pädagogischen Dialogs'.
    Mit seinem pfiffigen Layout bezwingt er die Bleiwüste."

Prof. Dr. Rainer Winkel,
Pädagoge an der Universität der Künste in Berlin, schreibt:

    "Ihre Schule des Bewusstseins ist ein großartiges pädagogisches Lesebuch,
    zu dem ich Sie herzlich beglückwünschen möchte.
    Um mein eigenes Denken in Gang zu setzen,
    wären womöglich hundert Bücher meiner erziehungswissenschaftlichen Zunftkollegen nötig,
    was Sie mit einem einzigen Buch geschafft haben."

Arnulf Zitelmann,
preisgekrönter Schriftsteller zahlreicher Jugendromane und Sachbücher, meint:

    "Das Buch "Schule des Bewusstseins" müsste in der Lehrerausbildung
    jedem Referendar unbedingt in die Hände kommen!"

Hildegard Fischer-Weckermann,
Betreiberin der Internet-Zeitung www.Owwer-Ramschd.de hat dort ausführlich berichtet:

    Über die erste Lesung am 10.4.2013 in Ober-Ramstadt.

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6. Diskussion

Hier beantwortet der Autor ihm gestellt Fragen zum Buch "Schule des Bewusstseins". Um die Orientierung zu erleichtern werden die Fragen Stichwörtern zugeordnet, die in folgendem Menü aufgeführt sind:

Menü "STICHWÖRTER"
Adressaten - Anthropologischer HintergrundGender - Gymnasialer Bezug
Kulturelle BildungLeitgedankenPädagogisches LesebuchSchreibmotiv
Tatsachen oder Fiktionen

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Frage (zu Adressaten):

An welche Adressaten richtet sich dieses Buch?

Antwort des Autors:

Lesenswert wird dieses Buch jedem erscheinen, der sich für Erziehung, Schule oder Bewusstsein interessiert. Übereinstimmungen und Kontraste zu Erinnerungen an die eigene Schulzeit und eine Vielzahl überraschender Verhaltensweisen sind darin zu entdecken. Die Lektüre regt an, eigenes Verhalten mit geschilderten Verhaltensweisen zu vergleichen und womöglich zu modifizieren.

Das Buch will nicht indoktrinieren, die ‚Pädagogische Freiheit ‘ nicht mindern, sondern mehren, aber auch schärfen, indem es bewusstseinsbildende Methoden und Aktionen konkret beschreibt.

Den damit verbundenen sprachlichen und gedanklichen Anforderungen werden Jugendliche von etwa 16 Jahren an gewachsen sein. So kann das Buch auch als Gegenstand eines Pädagogik-Kurses in der gymnasialen Oberstufe dienen.

Insbesondere sollten sich Menschen vor der Entscheidung, ob sie einen erzieherischen Beruf ergreifen, mit der Frage auseinandersetzen, ob sie sich den bewusstseinsbildenden Anforderungen stellen möchten.

Lehrer, die ihren Beruf schon eine Weile ausüben, gibt das Buch viele Anregungen, wie man mit bewusstseinsbildenden Methoden konkreten Herausforderungen des Schulalltags begegnen und Erziehung überzeugend gestalten kann.

Auch Verantwortungsträger in der Schulaufsicht oder Schulpolitik können darin eine konkrete Perspektive für die Erziehungsarbeit an Schulen gewinnen und daraus vielleicht sogar Impulse für die Gestaltung eines dafür förderlichen Rechtsrahmens ableiten.

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Frage (zu Anthropologischer Hintergrund):

"Welchen anthropologischen Hintergrund haben der Autor und dieses Buch?"

Antwort des Autors:

Ungern möchte ich diese Frage beantworten; denn wie immer ich mich dazu äußerte, könnte die Antwort denen, die Meinungen nach Kategorien sortieren, einen Anlass bieten, den Autor oder sein Buch in eine Schublade zu tun, die ein unliebsames Etikett trägt. -

Gleichwohl möchte ich auf die Frage hin zwei Bemerkungen anbringen:

Erstens habe ich großen Respekt vor den Lesern. Sie werden selbst am besten merken, mit welchen Grundlagen ihrer Weltanschauung dieses Buch und meine Gedanken korrespondieren.

Zweitens möchte ich dem so Fragenden folgende Gegenfragen stellen: Ist es im Hinblick auf den Umgang mit Menschen nicht einerlei, ob man sie ansieht

  • alttestamentlich als gottesebenbildliche Geschöpfe,
  • neutestamentlich als Geschwister mit dem Anspruch auf meine Nächstenliebe,
  • islamisch als mit Würde ausgezeichnete Ebenbilder Allahs,
  • buddhistisch als Achtsamkeit verdienende und entwickelnde Persönlichkeiten,
  • humanistisch-aufgeklärt als Individuen auf dem Weg zur Erkenntnis ihrer selbst oder
  • anthroposophisch als Reinkarnationen mit wertzuschätzender Seelenvorbildung?

Verdient darum nicht jeder Mensch Achtung und Zuwendung jedes Menschen, nicht aber Geringschätzung und schon gar nicht Fremdbestimmung oder gar Gewalt?

Ist nicht 'symmetrische Kommunikation' eben dazu bestimmt, Wertschätzung zu senden und zu empfangen? Wäre nicht auch Liebe ein gutes Wort für solchen Umgang?

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Frage (zu Gender):

Warum sprechen Sie von Schülern und Lehrern immer in der maskulinen Form und setzen sich damit über gültige Genderbestimmungen hinweg?

Antwort des Autors:
Es liegt mir fern, Schülerinnen oder Lehrerinnen zu diskriminieren. Wer den Bestimmungen zur Nennung beider Geschlechtsformen Verordnungsrang gegeben hat, ist sich offenkundig der Doppelbedeutung von 'Schüler' als Gattungsbegriff und als Personenbegriff in unserer Sprache nicht mehr bewusst. Er nimmt für den marginalen Zugewinn an wertschätzender Geschlechterwürdigung den Verlust an Lesbarkeit von Texten hin, die von 'Schülerinnen und Schülern und von Lehrerinnen und / oder Lehrern an von einer Schulleiterin oder einem Schulleiter geleiteten Einrichtung' handeln.

Auch die vom Duden anempfohlenen geschlechtsneutralen Begriffe 'Lernende', 'Lehrende' und 'Leitende' entfalten ihre Geschlechtsneutralität erst im Plural oder als Adjektive. Und sie machen es z.B. Nichtschülern unmöglich, sich doch als Lernende zu verstehen.

Schon in meiner aktiven Dienstzeit habe ich mich dieser sinnarmen Praxis nicht unterworfen, sondern damals wie heute darauf verwiesen: Eine Schülerin kann ein hervorragender Schüler sein. Der Sinn dieses Satzes ist evident, die Umkehrung sinnlos.

Ich nehme mir deswegen auch in diesem Buch die Freiheit, Verständlichkeit der amtlichen Schreibweise vorzuziehen.

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Frage (zu Gymnasialer Bezug):

Man hat den Eindruck, dass Ihre 'Schule des Bewusstseins' ein Gymnasium ist. Weshalb bleiben andere Schulen und Einrichtungen, die einen Erziehungsauftrag erfüllen, unerwähnt?

Antwort des Autors:
Als Schüler, Student, Vater, Lehrer, Schulaufsichtsbeamter und Schulleiter habe ich eigene Erfahrungen nur an weiterführenden Schulen gemacht, die (auch) zum Abitur führen. Darum sollte die Übertragung der hier dargestellten Sichtweisen und Methoden auf andere Schulformen denen überlassen bleiben, die sich dort besser auskennen; denn sie alle haben einmal eine zum Abitur führende Schule besucht.

Es dürfte ihnen deswegen nicht schwerfallen, die Anregungen in Unterrichts- und Beratungs-Situationen für Heranwachsende an der ihnen vertrauten Schulform zu übertragen.

Ihnen bleibt dann auch die reizvolle Aufgabe, die psychologischen Sachverhalte und Begriffe für das Verständnis der Kinder und Jugendlichen so zu vereinfachen, dass sie verständlich und wirksam bleiben ohne intellektuell zu überfordern.

Bei der Bewusstseinserziehung kommt es hinsichtlich der Lehrer-Schüler-Interaktion in erster Linie darauf an, dass die Beteiligten deutlich machen, dass sie ihnen am Herzen liegt und ihnen von großer Wichtigkeit ist.

Der begriffliche Überbau ist lehrerseitig für das Verständnis relevant, schülerseitig aber für das Erleben und Anwenden weitgehend entbehrlich.

Wo Bewusstseinserziehung allerdings nicht nur praktiziert, sondern auch reflektiert werden soll, stelle ich mir Adressaten mit entsprechender emotionaler und rationaler Intelligenz vor. Solche Schüler finden sich in größerer Zahl an Schulen, die zur Allgemeinen Hochschulreife führen. Diese Schulen leisten mit einer reflektierten Bewusstseinsbildung einen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung von Menschen, die für die spätere Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben in der Gesellschaft besonders gut gerüstet sein werden. Das rechtfertigt auch, dieses Buch in Projektion auf eine solche Schulumgebung zu schreiben.

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Frage (zu Kulturelle Bildung):

Warum setzen Sie Persönlichkeitsbildung mit Bewusstseinsbildung gleich und lassen dabei den Einfluss der Bildung als Verankerung in der Kultur unbeachtet?

Antwort des Autors:
Als Schüler, Student, Vater, Lehrer, Schulaufsichtsbeamter und Schulleiter habe ich eigene Erfahrungen nur an weiterführenden Schulen gemacht, die (auch) zum Abitur führen. Darum sollte die Übertragung der hier dargestellten Sichtweisen und Methoden auf andere Schulformen denen überlassen bleiben, die sich dort besser auskennen; denn sie alle haben einmal eine zum Abitur führende Schule besucht.

Es dürfte ihnen deswegen nicht schwerfallen, die Anregungen in Unterrichts- und Beratungs-Situationen für Heranwachsende an der ihnen vertrauten Schulform zu übertragen.

Ihnen bleibt dann auch die reizvolle Aufgabe, die psychologischen Sachverhalte und Begriffe für das Verständnis der Kinder und Jugendlichen so zu vereinfachen, dass sie verständlich und wirksam bleiben ohne intellektuell zu überfordern.

Bei der Bewusstseinserziehung kommt es hinsichtlich der Lehrer-Schüler-Interaktion in erster Linie darauf an, dass die Beteiligten deutlich machen, dass sie ihnen am Herzen liegt und ihnen von großer Wichtigkeit ist.

Der begriffliche Überbau ist lehrerseitig für das Verständnis relevant, schülerseitig aber für das Erleben und Anwenden weitgehend entbehrlich.

Wo Bewusstseinserziehung allerdings nicht nur praktiziert, sondern auch reflektiert werden soll, stelle ich mir Adressaten mit entsprechender emotionaler und rationaler Intelligenz vor. Solche Schüler finden sich in größerer Zahl an Schulen, die zur Allgemeinen Hochschulreife führen. Diese Schulen leisten mit einer reflektierten Bewusstseinsbildung einen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung von Menschen, die für die spätere Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben in der Gesellschaft besonders gut gerüstet sein werden. Das rechtfertigt auch, dieses Buch in Projektion auf eine solche Schulumgebung zu schreiben.

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Frage (zu Leitgedanken):

Welche Leitgedanken verfolgen Sie mit diesem Buch?

Antwort:

Diese Frage beantwortet Abschnitt 1.2 dieser Dokumentation.

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Frage (zu Pädagogisches Lesebuch):

Warum nennen Sie dieses Buch ein pädagogisches Lesebuch?

Antwort des Autors:

Lesebuch nenne ich es im Unterschied zu Lehrbuch oder Lexikon. Die Inhalte könnten zwar sehr wohl in einem Lehrbuch systematisch behandelt werden, aber als solches würde es vermutlich weniger Lesefreude bereiten und weniger Leser ansprechen. Deswegen habe ich eine Darstellung in Episoden gewählt, deren jede für sich gelesen werden mag. Damit kommt es den Lesegewohnheiten vieler Leser entgegen.

Die Episoden leben durchweg von Dialogen in direkter und indirekter Rede. Das wirkt ansprechender und lebendiger als rein deskriptive Texte.

Episoden habe ich zur Darstellung gewählt, um den didaktischen Forderungen zu genügen, Lerninhalte konkret, anschaulich und exemplarisch zu vermitteln. Ideen erlangen durch Konkretisierung ihre Rechtfertigung und Realisierbarkeit. Beispiele wirken überzeugender als Theorien. Ständig wechselnde Szenarien sind typisch für den Schulalltag.

Episoden bilden darum Schulwirklichkeit besser ab als beispielsweise ein Roman mit durchgehendem Handlungsfaden. Lebendigkeit erhalten die Darstellungen durch Dialoge, Zeitlosigkeit durch das durchgängig verwendete Tempus Präsenz. Die Hinweise im Vorwort erläutern das lesefreundliche Layout sowie den Anhang zur Orientierung im Buch selbst und mittels weiterer Quellen. Damit kann das Lesebuch auch als ein 'Lernbuch' dienen.

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Frage (zu Schreibmotiv):

Was hat Sie persönlich bewogen, dieses Buch zu schreiben?

Antwort des Autors:

Ich blicke auf ein Berufsleben als Lehrer zurück, in dem ich viel Erzählenswertes erlebt habe. In dessen Verlauf habe ich über die Persönlichkeitsentwicklung bei Jugendlichen sowie über den Umgang mit sich selbst und mit einander bei den Heranwachsenden, bei Eltern, im Kollegenkreis, mit Freunden und mir selbst viel erlebt, reflektiert, erprobt und gelernt. Dabei hat sich die Vorstellung davon allmählich immer klarer herausgebildet, dass Erziehung ihrem Wesen nach eigentlich Bewusstseinsbildung ist.

Diese Sichtweise hat sich im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit allmählich herausgebildet und geschärft. Die gewonnenen Erfahrungen und Einsichten aufzuschreiben, gibt mir nun der Ruhestand Gelegenheit. Damit folge ich dem Impetus jeden Lehrers, der Freude daran hat, wichtige Kenntnisse, Einsichten und Erfahrungen weiterzugeben.

Wichtig finde ich insbesondere folgende Aspekte:

  • Zum einen halte ich den Gedanken, Erziehung als bewusstseinsbildenden Prozess zu definieren, für neu *). Jedenfalls habe ich diese Sichtweise noch in keinem anderen pädagogischen Buch so erklärt gefunden. Ich unternehme den Versuch, an konkreten Beispielen zu verdeutlichen, was ich damit meine.
  • Dazu gehören das bewusste Wahrnehmen und Deuten materieller, rationaler und emotionaler Vorgänge sowie die Antizipation von Folgen und deren Bewertung, jeweils unter verschiedenen Perspektiven. Es geht um Erkenntnis- und Entscheidungsprozesse, den Umgang mit unerwarteten Situationen, mit Emotionen und Gefühlen und um die Entwicklung von Fähigkeiten und Grundhaltungen individueller Persönlichkeiten.
  • Zum andern sehe ich in unserm Schulwesen und in unserer Gesellschaft einen Bedarf dafür, Erziehung als Befähigung zum freien und verantwortlichen Umgang mit sich, mit einander und mit der Umwelt mehr in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses zu rücken.
  • Man räumt heutzutage der Bildung eine hohe Priorität ein und nennt Bildungsinvestitionen Zukunftsinvestitionen. Das ist gewiss zu begrüßen. Aber für den ergänzenden zweiten Teil des verfassungsmäßigen Auftrags der Schulen, nämlich Erziehung, überlässt man die Schulen sich selbst, ihrer ‚Pädagogischen Freiheit‘ und wenn es hoch kommt der Hilfe von Schulpsychologen, Schulsozialarbeitern oder Mediatoren.
  • Mit meinem Buch möchte ich zeigen, dass man ohne zusätzlichen Personal- oder Kostenaufwand Lehrer dazu befähigen kann, mit vielen Erziehungsproblemen auch selbst kompetent umgehen zu können.
  • Schließlich mag das Buch jedem Leser dienlich sein, der gern über erzieherische Fragen oder das eigene Verhalten nachdenkt.
    *) Gern räume ich ein, dass freiheitliche Erziehung meines Erachtens nie etwas Anderes bezweckt hat. Mir scheint allerdings, dass der bewusstseinsbildende Aspekt dabei eher intuitiv« und unbewusst eine Rolle gespielt hat.

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Frage (zu Tatsachen oder Fiktionen):

Was sind Tatsachen, was Fiktionen in diesem Buch?

Antwort des Autors:

Das ist ganz schwierig zu trennen. Kein Kapitel des Buches ist rein fiktional und keines völlig nichtfiktional. Fast alle Begebenheiten haben einen Erfahrungshintergrund. Die 'Erfindung der erweiterten Wiedergutmachung' zum Beispiel ist ein Tatsachenbericht. Auch das ergreifende Kapitel ‚Beileid bekunden‘ beruht auf eigenem Erleben.

Die 'Abschiedsfeier' ist eine Kombination vieler tatsächlicher und einiger fiktionaler Elemente. Das Referat 'Erziehung reflektieren' hingegen ist erdacht. Hätte ich aber heute darüber zu sprechen, wäre es mein Text.

Viele Dialoge habe ich ähnlich erlebt. Alle angesprochenen Probleme entstammen tatsächlichen Beobachtungen. Viele Lösungsansätze sind auch so oder ähnlich praktiziert. Manche sind erst im Nach-Denken ausformuliert. Wenn ich damals schon vermocht hätte, was mir inzwischen klargeworden ist, wäre ich so damit umgegangen, wie ich es jetzt beschreibe.

Meine persönliche Entscheidung, Erziehung als Bewusstseinsbildung anderen erzieherischen Konzepten vorziehen, beruht allerdings auf meinen tatsächlichen Erfahrungen. Diese haben in mir die Überzeugung reifen lassen, das dargestellte Konzept für tragfähig und empfehlenswert zu halten.

    *) Umwelt wird hier verstanden als Oberbegriff für Natur, Kultur und deren materielle und immaterielle Werte.

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7. Korrigenda

    Den Perfektionisten bekümmert kaum etwas so sehr,
    wie seine eigene Unvollkommenheit.

Das gedruckt vorliegende Buch und aufmerksame Leser verlangen folgende Korrekturen:

SeiteStelle korrigierte Phrase (statt … )
108Z. 7 von unten Was denn schulischerseits … (statt Was den … )
127Z. 5 von unten der Menschenführung (statt des … )
187Toni, Z. 3 von unten das Gerät von sich aus gegeben (statt … gegen)
212vorletzter Abs., Z. 1 … nicht wieder tun (statt … tut)
335Goldene Regel, Z. 1 Über viele Kulturen … (statt viel … )
345Selbstvertrauen Positive Einschätzung … (statt Positivee … )
3613.01 (Spitzer …), Z. 7 … der negativen Auswirkungen (statt der negatives A.)

Sollten Sie weitere Fehler entdecken, ist der Autor dankbar für jeden Hinweis darauf. Er ist über das Kontaktformular erreichbar.

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