Weihnachtspyramiden von Karl Rüdiger

Komm, wir gehn nach Bethlehem

Weihnachtsschmuck aus Holz zum Advent und zu Weihnachten ist Gegenstand eines dreiteiligen Zyklus, der Arbeiten aus der Drechselwerkstatt des Autors vorstellt, die er zum Schmuck der eigenen Wohnung für die weihnachtliche Festzeit gestaltet hat. Im ‹1› ersten Teil dieses Dreiteilers geht um die Zeit vor Weihnachten, Advent also, die als eine allmähliche Bewegung auf Weihnachten zu empfunden wird, wie sie sich im Lied ausdrückt: ‹2› 'Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein' höchsten Bord …'. Der hiermit vorgelegte zweite Teil des Zyklus nimmt die Personen in den Blick, die auf dem Weg nach Bethlehem unterwegs sind, um dort dem neugeborenen König zu huldigen. Ihre Bewegung dorthin wird auf Drehtellern dargestellt, die um die Achsen von weihnachtlichen Pyramiden langsam rotieren. Liedhaft drückt sich diese Bewegung in der Volksweise aus, die für diesen Aufsatz als Untertitel gewählt ist ‹3› ‚Komm, wir gehen nach Bethlehem'. Schließlich bildet der Weihnachtsbaum den dritten Teil dieses Zyklus, von dem das Volkslied weiß: ‹4› 'Der Christbaum ist der schönste Baum'.

Weihnachtspyramide als Stockwerkpyramide

Weihnachtspyramiden gehören traditionell zur Volkskunst und zum Brauchtum im Erzgebirge. Inzwischen finden sie sich auf zahllosen Weihnachtsmärkten wie z.B. in Annaberg (Abb. 1).

Abb.1
Weihnachtspyramide in ‹5› Annaberg

Weihnachtspyramiden sind Lichtergestelle, die in der Weihnachtszeit im Freien als Schmuck von Festplätzen bzw. in Modellgröße innerhalb von Gebäuden als Raumdekoration aufgestellt werden. In der Regel werden sie als Stufen- und Stockwerkspyramiden gebaut. Ihre Wirkung beruht auf dem Kontrast von gedrechselten Figurenformen und geschnittenen Architekturteilen. Auf mehreren Etagen werden Figuren- und/oder Tiergruppen angeordnet. Der Grundriss dieser Etagen kann ein Vieleck oder Kreis sein. Neben der biblischen Weihnachtsgeschichte kommen darauf auch Elemente aus der Erlebniswelt des Bergmannes und das dörfliche Leben zur Darstellung. Turm- und hausartige Varianten ergänzen die Vielfalt der Pyramidenbauformen. Alle im Freien aufgestellten, großen Drehpyramiden wie in Abb. 1, aber auch bei manchen kleinen Drehpyramiden wird die Drehachse mechanisch oder elektromechanisch angetrieben. Kleine Drehpyramiden werden meistens mit der von brennenden Kerzen aufsteigenden Wärme in Bewegung gesetzt, die ein Flügelrad und die damit über eine Achse verbundenen Teller in Bewegung setzt.

Abb. 2
Stockwerkpyramide mit vier Etagen

Im Unterschied zur Kegelform der in Abb. 1 dargestellten Pyramide hat das vom Autor gefertigte Exemplar die Gestalt einer Turmpyramide mit sechseckigen Geschossböden und Grundriss. Die Pyramide steht auf einem Stern aus sechs Vierkanthölzern, die weit über die Grundplatte hinausragen. An deren Enden sind blockartige Lichtertüllen zur Aufnahme der Kerzen aufgeleimt. Die Geschossböden haben in der Mitte ein Loch für die Drehachse der Pyramide, der unterste darin ein Lager aus Glas für die Achse. Mit der ‹A› steckbaren Pyramidenwelle mittig und fest verbunden sind die kreisrunden Drehteller, die sich in geringem Abstand über den Geschossböden mit dieser Achse drehen können.

Mit den Drehtellern bewegen sich die ihnen aufgestellten Figuren synchron im Kreis.um die Achse. Am oberen Ende der Achse ist ein Rotationskörper zur Aufnahme der darin beweglich befestigten Flügel angebracht, darüber auf der Pyramidenspitze ein Stern.

Die Holzkonstruktion der Pyramide besteht aus naturbelassenen Vierkanthölzern, die lediglich mit sparsam angebrachten farbigen Streifen verziert sind. Thematisch folgen die Szenen der einzelnen Etagen den Episoden der Weihnachtsgeschichte.

 

Die Trompeten-Engel

Abb. 3
Trompetenengel auf der obersten Etage

Bachs Weihnachtsoratorium beginnt mit einem unbeschreiblichen Trompetenjubel zu den Worten:

‚Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage,
rühmet, was heute der Höchste getan!
Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören,
lasst uns den Namen des Herrschers verehren'.

Die Musik dazu tönt so, als senke sich der Himmel auf die Erde herab. Darum stehen die Engel auf der höchsten Ebene.

Das Gewand der Trompetenengel ist blau, der Farbe, die für den Himmel steht. Das Silber der Flügel symbolisiert ihre Reinheit.

Die Engel sind den vier Himmelsrichtungen zugewandt. Das will andeuten, dass sie aller Welt verkünden:

‚Ehre sei Gott in der Höhe, und Frieden auf Erden,
und den Menschen ein Wohlgefallen'.

 

1. Die Heilige Familie

Abb. 4
Maria, Josef und das Kind in der Krippe

Auf der Etage unter den Jubelfanfaren der Engel wird der Betrachter (mit Abb. 4) in den Stall von Bethlehem versetzt. Maria und Josef mit dem Kind in der Krippe sowie Ochs und Esel stehen in dieser Szene zusammen

Das Kleid von Maria hat die Farbe Hellblau. Traditionsgemäß ist das die Farbe von 'Maria als Himmelkönigin'. Das Kind Jesus liegt in einer Krippe, deren dunkles Holz die Färbung des Kreuzes vorwegnimmt, an dem das Leben dieses Kindes einmal enden wird. Die Brauntöne in der Kleidung des Josef unterstreichen dessen Erdverbundenheit.

 

2. Die Könige und ihr Gefolge

Abb. 5
König Balthasar mit einem Elefanten

Auf der nächsttieferen Etage sind die "Heiligen Drei Könige" unterwegs nach Bethlehem. Der Ausschnitt (Abb. 5) zeigt den der Legende nach dunkelhäutigen unter den "Drei Königen". Er hält wie auch der "König" im Hintergrund ein Geschenk in den Händen. Der ihm beigesellte Elefant gilt als Symbol der Weisheit. Das korrespondiert damit, dass diese drei Krippenbesucher auch als "die drei Weisen aus dem Morgenland" bezeichnet werden.

 

3. Hirten mit Schafen und der Verkündigungsengel

Abb. 6
Hirten und Schafe

‚Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde,
die hüteten das Nachts ihre Herde',
heißt es bei ‹B› Lukas (Lukas 2, 8 LB).

So ist der unterste Drehteller für die gedrechselten Hirten und ihren geschnitzten Tieren bestimmt. Die Hirten tragen grünliche Gewänder. Mit dieser Farbe wird der Sieg des Frühlings über den Winter angedeutet und im übertragenen Sinn auch den 'Sieg des Lebens über den Tod', den die Geburt Christi als Vorwegnahme von Ostern verheißt.

Abb. 7
Der Verkündigungsengel bei den Hirten

‚Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen,
und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie;
und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude,
die allem Volk widerfahren wird;
denn es ist euch heute der Heiland geboren,
welcher ist Christus der Herr,
in der Stadt Davids',

heißt es weiter bei Lukas (Lukas 2, 9-11 LB).

Purpurfarben ist dieser Engel gewandet. Purpur ist auch die Farbe des Advents. Sie steht hier für die priesterliche und königliche Macht, mit der der Engel als Bote Gottes die Wahrheit Gottes verkündet, der selbst die Wahrheit ist.

Die schlichte, statische Balkenkonstruktion des Lichtergestells und die naive Einfachheit der sich bewegenden Figuren mit ihren ausdruckvoll farbig angelegten Gewändern im lebendig leuchtenden Kerzenschein machen zusammen die Unverwechselbarkeit und Sinnhaftigkeit der Weihnachtspyramide deutlich.

 

Handwerkliche Details:

1. Aufbau

Grundgerüst: Länge der 6 Bodenbalken je 200 mm,
Grundflächen-Seitenlängen (von unten): 3 x 100 mm,
2 x 80 mm,24 Stützpfeiler je 100 mm lang mit Querschnitt 10 x 10 mm,
Halbmesser der Drehteller (von unten): 2 x 75 mm, 2 x 55 mm,
12 Flügel: Länge (mit Schaft) 220 mm,
Figuren-Höhe: 30 - 70 mm,
Höhe der Pyramide über alles: 640 mm.         

2. Figuren

25 Figuren farbig gefasst auf einer GESSO Grundierung mit Acrylfarben.
Im Einzelnen (von oben nach unten):
4 Trompetenengel;
Maria, Josef, Krippe mit Kind, Ochs und Esel;
3 Könige, Elefant, Dromedar, Kamel, 2 Kamelführer;
3 Hirten, 4 Schafe, 1 Verkündigungsengel.  

       

Eine Weihnachtspyramide als "Nur-Dach-Haus"

Während die Stockwerkpyramide die Aspekte der Geburt von Jesus Christus (Verkündigung an die Hirten auf dem Feld, Anreise der Könige, Geburtsstätte und Lobpreis der Engel) auf verschiedenen Ebenen darstellt, werden diese bei der im Folgenden gezeigten Pyramide (Abb. 8) wie ein Tableau angeordnet. Mit vielen Krippendarstellungen hat diese Pyramide ein aufgeständertes Dach gemeinsam. Mit dem Ständer dieses Daches fest verbunden ist ein durch eine hölzerne Wand zweigeteiltes rundes Podest, unter dem auf einem Drehteller die vorbeiziehenden Figuren stehen. Auf der Vorderseite des Podests hat die Heilige Familie mit Ochs und Esel ihren Platz (Abb. 9), auf der Rückseite die Herbergsfamilie (Abb. 12). Die vorbeiziehenden Figuren stellen die Heiligen Drei Könige (Abb. 10) und die Hirten mit ihren Schafen und dem Verkündigungsengel (Abb. 11) dar. Der Drehteller bildet mit der Achse, die unsichtbar durch das Zentrum des Podests hindurchgeführt ist, und mit dem oben angebrachten Flügelkranz eine Einheit. Sie dreht sich wie bei der Stockwerkpyramide durch den Flügelkranz im Wärmestrom der Kerzen. So entsteht der Eindruck, dass die Könige wie auch die Hirten unterwegs sind, um der Heiligen Familie ihre Reverenz zu erweisen. Ihre gemeinsame Bewegung versinnbildlicht augenfällig

"Komm, wir gehn nach Bethlehem".

 

Abb. 8
Pyramide als Nur-Dach-Haus

Ihrer Bauart nach gehört diese Pyramide zur Gattung der Hauspyramiden. Eine Besonderheit des hier vorgestellten Exemplars besteht in der ungewöhnlichen Hausarchitektur eines Nur-Dach-Hauses.

Der Grundriss der Pyramide ist ein Achteck, dessen acht Seiten abwechselnd zwei unterschiedliche Längen haben. Achteckig ist auch der Sockel, auf dem das Haus steht.

Bis auf die Vorderseite des Sockels tragen die sieben anderen Sockelflächen Halter für die Kerzentüllen. Den Sockelabschluss nach oben bildet in den vorderen drei Abschnitten des achteckigen Grundrisses ein Jägerzaun. Dadurch entsteht der Eindruck eines umzäunten Gartens.

Nach der Überlieferung ist das Paradies ein umfriedeter Garten, indem eine durch nichts gestörte Gemeinschaft zwischen Mensch und Gott und allen Lebewesen herrscht.

Abb. 9
Die Heilige Familie im Zentrum

Bei dieser Weihnachtspyramide sind Hirten und Könige als diejenigen vereint, die auf dem Weg zum Stall in Bethlehem sind, sie "laufen" auf dem Drehteller um diese Mitte herum, 'um die Geschichte zu sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat' (Lukas 2, 15 LB).

Hinter Maria und Josef deutet die hölzerne Wand aus zerbrochenen Brettern die Ärmlichkeit der notdürftigen Unterkunft in einem Stall an. Dem entspricht auch die Einfachheit der Kleidung der beiden, deren traditionelle Farbgebung der in Abb. 4 entspricht.

'Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. (Lukas 2, 6 u.7 LB)

In Abb. 9 wird das Kind in der Krippe als ‹C› "Fatschenkind" dargestellt. Die Rückprojektion relativ zeitnahen Brauchtums in die biblische Geschichte will die Bedeutsamkeit des Geschehens in Bethlehem über die Zeiten hinweg versinnbildlichen.

Abb. 10
Die Heiligen Drei Könige an der Krippe

In einem französischen Volkslied aus der Provence heißt es:

'Dem Gottessohn die Krippe ward zum Thron, die Weisen brachten Weihrauch, Gold und Myrrhen'.

Kostbar gekleidet treten die Weisen an die Krippe: Im Cape aus Hermelin, mit goldenen Kopfbedeckungen die Häupter bedeckt, im kostbaren Habit auch der Weise aus dem Morgenland. Mit ihrer Kleidung bezeugen sie dem Jesuskind ihre Achtung. Mit ihren wertvollen Gaben (Weihrauch, Gold und Myrrhe) wollen Sie es königlich beschenken. Der aufsteigende Rauch von Weihrauch ist ein Zeichen für die zum Himmel gerichteten Gebete. Sein Duft soll böse Geister und Einflüsse vertreiben. Gold steht für Reichtum, Macht und materielle Sicherheit. Myrrhe hat eine wohltätige und heilende Wirkung für die Gesundheit.

Abb. 10 zeigt, dass die Weisen in Begleitung von Tieren und zugehörigen Kamel- und Elefantenführern reisen, also in einem für den langen Weg mit Bedacht ausgestatteten Tross.

Abb. 11
Der Verkündigungsengel bei den Hirten auf dem Felde

Zur Weihnachtsgeschichte gehören die Hirten mit ihren Schafen auf dem Felde und der Engel, um den die Klarheit des Herren ist und der ihnen die "Frohe Botschaft" verkündet.

Hirten sind die Führer und Beschützer jeder Herde. Durch Aufmerksamkeit und die Verantwortlichkeit für ihre Tiere zeichnen sie sich in bemerkenswerter Schlichtheit aus. Darum verkündet der Engel gerade ihnen die frohe Botschaft zuerst. Sie spüren in ihm den künftigen "Guten Hirten", dem kein Schaf verloren geht, als Sinnbild einer umsichtigen und fürsorglichen Vaterfigur. Sie bringen keine Geschenke, sie tragen nur ihren Hirtenstab in den Händen. Er ist das Attribut aller guten Hirten und bedeutet Autorität und Führung aber auch Barmherzigkeit, die die Hirten ihren Schafen zuteilwerden lassen.

Abb. 12
Die Herbergsfamilie im Hintergrund

Auf der Rückseite der Stalles (Abb. 10), in dem die Heilige Familie untergekommen ist, zeigt diese Pyramide eine weitere Familie, die im Evangelium nicht ausdrücklich erwähnt und deswegen bei anderen figürlichen Darstellungen der Weihnachtsgeschichte nicht zu finden ist. Gemeint ist die Familie, in deren Stall Maria und Josef Obdach gefunden haben. In dieser Weihnachtspyramide nimmt sie Gestalt an: Vater und Mutter mit zwei Kindern. Die Frau trägt einen Eimer mit Futter für das Vieh. Die Schlichtheit der Kleidung und die zerbrochene Stallwand drücken aus, dass die Familie in sehr bescheidenen und einfachen Verhältnissen lebt. Gerade sie haben den Obdach suchenden Fremden ein Dach über dem Kopf gegeben.

Das schützende Dach wird getragen durch eine massive Balkenkonstruktion, die in der Mitte des Hauses hinter der Krippe aufragt. Die Größe und die Gabelkreuz-Anordnung der Balken verweisen auf das Kreuz von Golgatha, auf das Lebensende des Kindes in der Krippe, auf seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung an Ostern.

So verweist diese Weihnachtkrippe mit sichtbaren Zeichen auf das ganze Leben Jesu. Damit lädt der Drechsler ein:

"Komm, wir gehn nach Bethlehem".

 

Handwerkliche Details

1. Aufbau

Sockel-Grundfläche ist ein Achteck, das einem Quadrat von 330 mm Seitenlänge einbeschrieben ist und selbst abwechselnd unterschiedliche Kanten mit 160 bzw. 120 mm Länge hat. An zwei gegenüberliegenden Langseiten sind die Dachflächen bündig angesetzt, die von einer Balkenkonstruktion in Gabelkreuzform mittig gestützt werden. An deren unterem Ende ist ein rundes Podest zentral befestigt. Die Dachgiebel sind im oberen Teil verbrettert. In der Mitte des Bodenbrettes ist ein Lager für die Drehachse eingelassen. An den vorderen drei Kanten des Sockels sind obenauf Jägerzaunelemente errichtet, die den Drehteller optisch verdecken. An 7 der 8 Seitenflächen des Sockels sind Kerzenhalter angebracht.

Die Drehachse ist durch die Dachmitte, den Mittelbalken und das Podest geführt, oben mit dem Flügelkranz (12 Flügel je 240 mm lang) und unten mit dem Drehteller (Ø 240 mm) fest verbunden.

Die Gesamthöhe der Pyramide misst 550 mm.

2. Figuren

Die Figurten sind wie folgt auf der Pyramide verteilt:

      • auf dem Podest vorn: Maria, Josef, das Kind in der Krippe Ochs und Esel
      • auf dem Podest hinten: Herbergseltern mit 2 Kindern;
      • auf dem Drehteller: Hl.3 Könige, Elefant und Dromedar mit 2 Tierführern, 2 Hirten, 4 Schafe und der Verkündigungsengel;

Alle Figuren sind gedrechselt und gesägt, etwa 90mm hoch und farbig gefasst mit Acrylfarben auf einer GESSO-Grundierung .

 


Anmerkungen:

‹A› Die Achse besteht im Bereich ihrer Sichtbarkeit in den Etagen aus einer so genannten "Steckbaren Pyramidenwelle" aus Fichtenholz. Die Holzteile haben einen Durchmesser von 15 mm. Die Steckteile haben eine Länge von etwa 70 mm, lassen also zwischen der Geschosshöhe von 100 mm immer einige Millimeter Spiel. An den unten liegenden Steck-Enden ist der jeweilige Drehteller einer Etage angeleimt. Alle Steckteile dieser Holzwelle haben eine durchgehende Zentrierbohrung. Durch diese wird eine Pyramidenwelle aus Edelstahl mit 5 mm Stärke hindurchgeführt. Die Stahlwelle endet unten "blind" in einem hölzernen Steckteil. In dieses Holzteil ist die Spitze einer Stecknadel eingesetzt, die in einem Pyramidenlager aus Glas läuft. Im obersten und untersten Etagenboden wird die Stahlwelle durch eine Führungshülse geführt, die für einen runden und geraden Lauf sorgt.
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‹B› Aus dem Lukas-Evangelium stammende Zitate werden durch den Zusatz ‚LB' als der Luther-Bibel entlehnt gekennzeichnet.
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‹C› Das "Fatschen" ist eine Kindertragemethode, bei der das gesamte Kleinkind, besonders aber seine
Arme und Beine mit Bändern umwickelt werden, sodass es sich kaum bewegen kann. Das Fatschen der Kleinkinder war bis in das 19. Jahrhundert üblich. Man versprach sich davon die Ausbildung gerader Gliedmaßen und eines getreckten Körpers.
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LINKS:

‹1› Rüdiger, Karl Drechslers Advent: www.publicationes.de/verschiedenes/holzwelten/168-drechslersadvent.html
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‹2› Volksweise 'Es kommt ein Schiff …' Text und Noten im Alojado-Archiv: www.lieder-archiv.de/es_kommt_ein_schiff_geladen-notenblatt_200026.html
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‹3› Volksweise 'Komm, wir gehn nach Bethlehem' Text und Noten im Alojado-Archiv: www.lieder-archiv.de/komm_wir_gehn_nach_bethlehem-notenblatt_503180.html
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‹4› Weihnachtslied 'Der Christbaum ist der schönste Baum' Text und Noten im Alojado-Archiv: www.lieder-archiv.de/der_christbaum_ist_der_schoenste_baum-notenblatt_200074.html
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‹5› Abbildung 1 'Weihnachtspyramide in Annaberg': Bild von Thomas Jacobi aus Beitrag Da fehlt doch was :-) auf www.myheimat.de -

 

 


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